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Damen: HSG Fichtelgebirge – HSG Würm-Mitte 28:26

Mit einer konzentrierten Leistung über die gesamte Spielzeit bezwangen die Handballdamen der HSG Fichtelgebirge den Spitzenreiter der Bayernliga, die HSG Würm-Mitte, verdient und unterstrichen wiederholt ihre Heimstärke.

HSG Fichtelgebirge: Gruber, Faltenbacher – Birner (5), Scheidler (10), Wölfel (4), Gluth (1), Roth, Kraus (7), Trißl, Fischer (1)
Schiedsrichter: Fembacher(Kelheim)/Brucker (HC Weiden)
Zuschauer: 150
Strafzeiten:  HSG Fichtelgebirge 4, HSG Würm-Mitte 4
Rote Karte:  HSG Würm-Mitte 49. Minute für Belma Beba nach dritter Zeitstrafe plus Bericht für Sperre aufgrund unsportlichem Verhalten
Spielfilm:  5:0, 5:1, 6:2, 8:3, 8:6, 11:7, 12:8, 13:10, 14:11, 15:12, 15:14 (HZ)15:15, 16:15, 17:16, 17:17, 21:17, 22:18, 22:20, 23:20, 23:21, 24:21, 24:22, 26:22, 26:24, 27:24, 28:26

Die Partie stand für die HSG Fichtelgebirge unter keinem guten Stern. Mit Jessica Spannig und Ulrike Schösser, beide körperliche angeschlagen, fehlten gleich zwei erfahrene Spielerinnen. Hinzu kam, dass Anna-Sophie Wölfel mit Knieproblemen kämpft und Janina Gruber, die zur spielentscheidenden und besten Spielerin dieser Begegnung werden sollte, vor kurzem noch an Grippe erkrankt war. Somit standen HSG-Coach Markus Depolt nur zwei Auswechselspielerinnen zur Verfügung. Die Gäste hingegen konnten aus dem Vollen schöpfen und zeigten schon in der Aufwärmphase, dass sie heute einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft gehen wollten.

18 04 07 Foto Damen WürmAber nicht der favorisierte Tabellenführer machte die Pace, sondern die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr. Gestützt von einer überragend haltenden Janina Gruber stand es nach vier Minuten 4:0 für die Fichtelgebirglerinnen. Eine Auszeit der Gäste war die Folge, die aber nichts daran ändern konnte, dass in der sechsten Minute Sabrina Kraus das 5:0 in die Maschen der HSG Würm-Mitte versenkte. Ein Auftakt nach Maß für die HSG-Fans, die lautstark ihr Team anfeuerten, das weiterhin am Drücker blieb. Durch Tore von Viktoria Birner, Julia Fischer und Sabrina Kraus konnte der Vier-Tore-Vorsprung bis zur 24. Minute gehalten werden. Beim Stande von 14:10 war es die stärkste und schwer zu stoppende Gästeangreiferin Vera Laipple, die ihre Farben bis zur Pause auf 14:15 heranbrachte.

In der Pause kam die Frage auf, würden die Kräfte des Gastgebers für weitere dreißig Minuten reichen. Die Würmer Wildkatzen kamen mit viel Schwung aus der Kabine, glichen zum 15:15 aus und schienen nun die Partie in die Hand zu nehmen. Die Fichtelgebirglerinnen zeigte jedoch keine Ermüdungserscheinungen. Im Gegenteil. In der 38. Minute, beim Stande von 17:17, ließ erneut Janina Gruber ihr Können aufblitzen, entschärfte reihenweise klare Torchancen der Gäste und hatte großen Anteil daran, dass ihr Team bis zur 43. Minute auf 21:17 davonziehen konnte. Kraus, Birner und vor allem die stärkste Werferin, Franziska Scheidler, die es auf zehn Treffer brachte, waren von der Gästeabwehr nicht zu kontrollieren. Ein Lob gilt auch Julia Fischer, die geschickt ihre Nebenleute in gute Wurfpositionen brachte.

Würm versuchte, mit einer zweiten Auszeit eine Wende herbeizubringen. Ein Versuch, der wie Seifenblasen zerplatzte. Es war die HSG Fichtelgebirge, die weiter den Ton angab, auch als der Gast seine Torfrau vom Feld nahm und eine siebte Feldspielerin einsetzte. Die HSG blieb bis zum Schluss aggressiv und hielt Würm stets mit zwei Toren auf Abstand.

Als der Schlusspfiff ertönte, wussten alle, wem an diesem Tag der größte Dank gebührte, nämlich Torfrau Janina Gruber, die die Würmer Wildkatzen zu braven Hauskatzen zähmte.

Bericht:  Walter Lenhard

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