In einer guten und von beiden Seiten schnell geführten Handballbezirksoberliga-Partie waren es die Herren der HSG 2020 Fichtelgebirge, die den längeren Atem hatten und verdient als Sieger vom Feld gehen konnten.
Dieses Handballspiel war so richtig nach dem Geschmack der anwesenden Fans. Der Gastgeber traf auf einen Tabellenvierten aus Bamberg, der von Beginn an die Zähne zeigte und signalisierte, dass man nicht gewillt war, mit leeren Händen nach Hause zu fahren. Nachdem Johannes Wippenbeck und Matthias Habedank, der sehr erfolgreich am Kreis agierte, für eine 3:1-Führung sorgten, blieben die Gäste die Antwort nicht lange schuldig. Beim Stande von 4:3 gelang der HSG erstmals eine Drei-Tore-Führung zum 7:4.
Die Domstädter, angetrieben von Valentin Höll und ihrem stärksten Werfer, Jakob Wiedemann (10 Tore), ließen nicht locker und verkürzten in der 13. Minute auf 7:9. Das lag auch daran, dass die HSG-Abwehr bis dahin zwar eine solide Leistung bot, aber der letzte Zugriff oftmals zu spät kam und der HC erfolgreich abschließen konnte. Fehler machten auch die Gäste und die wurden von der HSG mit schnellen Kontern genutzt. Einen davon verwandelte Konstantin Burger zum 11:7. Wenig später versenkte Konstantin Wuttke das Leder zum 12:7 für die HSG, die jetzt mehr und mehr die Oberhand gewann und nach 23 Minuten mit 16:10 führte.
Eine Auszeit der Gäste war die Folge. Im Anschluss war es der Bamberger Alexander Söllner, der seine Farbe wieder auf 13:16 heranbrachte. Auf HSG-Seite kam Timo Bayer für Christopher Gruber zwischen die Pfosten, der nach guten Paraden, keinen Ball mehr zu fassen bekam. Bayer brachte sofort den Gegner ins Grübeln und seine Vorderleute sorgten im Gegenzug für die Tore und einem 20:15-Pausenstand.
Jetzt nicht nachlassen, hieß die Devise bei der HSG. Die Gäste hatten sich für die zweite Halbzeit noch einiges vorgenommen. HSG-Shouter Wippenbeck wurde in Manndeckung genommen und mit einer vorgezogenen Abwehrreihe versuchte man die HSG zu Fehlern zu zwingen. Das Rezept ging zunächst nicht auf. Die HSG setzte sich durch Tore von Moritz Schlitter mit 23:17 ab. Im weiteren Verlauf verlor der HSG-Angriff an Durchschlagskraft und in der 44. Minute war der Vorsprung der Hausherren auf 24:22 geschrumpft. Vor allem Gästeangreifer Wiedemann war nicht zu bremsen.
HSG-Coach Ulli Weber holte seine Jungs mit einer Auszeit vom Feld. Der Tabellenzweite aus dem Fichtelgebirge blieb cool. Denn mit Burger und dem Geburtstagskind Johann Zißler standen zwei Akteure im HSG-Team, die stets zum richtigen Zeitpunkt die Lederkugel im HC-Gehäuse zappeln ließen. Als der Bamberger Alexander Söllner einen Siebenmeter neben den Pfosten setzte, war es um die Gäste geschehen. Wippenbeck und Zißler machten den Sack endgültig zu.
HSG 2020 Fichtelgebirge: Gruber, Bayer – Schlitter Maximlian (1), Wuttke (1), Burger (7), Schliter Moritz (6), Zißler (6), Wippenbeck (8/1), Purucker, Habedank (4), Fürbringer (1), Ruckdäschel (1)
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Hammer/Langner (Hersbruck/Weitramsdorf)
Strafzeiten: HSG 3, HC ohne
Spielfilm: 3:1, 4:3, 7:4, 8:6, 9:7, 12:7, 13:8, 15:9, 16:13, 19:14, 20:15 (HZ) 21:16, 22:17,23:20, 24:22, 25:23, 27:23, 28:26, 33:27, 35:29
Bericht: Walter Lenhard