Herren I gewinnen das Derby in Helmbrechts

25 03 16 HerrenIMit dem immer noch angeschlagenen Kader hat die HSG 2020 Fichtelgebirge das Derby gegen die zweite Mannschaft der SG Helmbrechts/Münchberg gewonnen.

Im schnell und hart geführten Spiel konnten sich die Herren I nie wirklich absetzen. Dazu trugen die diversen Zeitstrafen auf Seiten der HSG bei. Zwei Mal musste man sogar in doppelter Unterzahl auf dem Feld bestehen.

Alles in allem aber ein erfolgreicher 27:28-Auswärtssieg. Nun gilt es den ungeschlagenen Spitzenreiter HSG Rödental/Neustadt im letzten Heimspiel der Saison noch zwei Punkte abzunehmen und die Spielzeit ohne Heimniederlage zu beenden.

Bericht: Walter Lenhard

SG Helmbrechts/Münchberg II – HSG 2020 Fichtelgebirge 27:28


Die Voraussetzungen für die Handballherrenmannschaft der HSG 2020 Fichtelgebirge für das Bezirksoberliga-Derby in Helmbrechts waren nicht gerade die besten. Mathias Habedank verletzt, Lichteblau und Moritz Schlitter erkrankt, Wippenbeck angeschlagen, sowie Burger, nach Wiedergenesung, noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. "Schlimmer kann es nicht kommen", so HSG-Coach Ulli Weber, vor dem Spiel. Umso erfreulicher war es, dass der Tabellenzweite, HSG 2020 Fichtelgebirge, nach schleppenden Beginn, die Spielhoheit bekam und sich bis zur 17. Minute, durch Maximilian Schlitter, Johann Zißler, Konstantin Wuttke, Johannes Wippenbeck und Konstantin "Stanz" Burger, mit 9:5 absetzen konnte.

Entscheidend dabei war, dass der gefährlichste Angreifer des Gastgebers, Nico Opel, aus dem Spiel genommen werden konnte und HSG-Keeper Christopher Gruber mehrere Bälle der SG entschärfte. Die HSG schien alles im Griff zu haben. Auch eine Verkürzung des Gastgebers auf 7:9 wurde locker wegsteckt und die Führung wieder auf 14:9 ausgebaut. Coach Ulli Weber hatte kein leichtes Amt. Bei diesem Fünf-Tore-Vorsprung sah er sich gezwungen, seinen Leistungsträgern eine kurze Verschnaufpause zu gönnen. Der damit verbundene Rhythmuswechsel war einkalkuliert und nicht zu übersehen.Mit einer 15:13-Führung für die HSG ging es in die Pause.

Der zweite Abschnitt hatte gerade begonnen, als die SG Helmbrechts/Münchberg den 14:15-Anschlusstreffer setzte. Die Antwort der HSG folgte prompt. Zweimal Burger und einmal Max Purucker schraubten den Vorsprung wieder auf 18:14. Durch zwei Strafzeiten innerhalb von einer Minute schwächte sich die HSG selbst. Die Folge war, dass der Gastgeber in der 45. Minute durch Wolfrum zum 20:20-Ausgleich kam. HSG-Coach Weber versuchte mit einer Auszeit Ruhe in das Spiel seiner Jungs zu bekommen. Eine Maßnahme die fruchtete. Binnen zwei Minuten sorgten Wippenbeck, Burger, Schlitter und Toni Fürbringer für einen 24:21-Vorsprung. Wieder waren es Strafzeiten gegen die Fichtelgebirgler, die dem Gastgeber in die Karten spielten, der auf 23:24 verkürzte. Die Hausherren drängten auf den Ausgleich, schafften es aber nicht die Lederkugel im HSG-Gehäuse unterzubringen. Anders der Tabellenzweite, der konsequent abschloss und bis zur 55. Minute auf 28:23 davonzog. Aber es sollte nochmals spannend werden. Erneut war es eine Zeitstrafe gegen die HSG, die für ein nochmaliges Aufbäumen der SG sorgte. Während die HSG in der verbleibenden Restspielzeit ohne Tor blieb, konnten sich die Hausherren auf 26:28 heranarbeiten. Am Ende war es HSG-Keeper Gruber, der einen von zwei Siebenmetern entschärfte und damit den knappen 28:27-Erfolg seiner Mannschaft sicherte.

Am kommenden Samstag gastiert der bisher verlustpunktfreie Spitzenreiter, die HSG Rödental/Neustadt, in der Dreifachsporthalle in Marktredwitz.

HSG 2020 Fichtegebirge: Gruber C., Bayer - Schlitter Maximilian (6), Wuttke (3), Burger (5), Zißler (2), von Dreusche (1), Wippenbeck (6/1), Gruber F., Purucker (2), Fürbringer (3)
Zuschauer:
120
Schiedsrichter: 
Jäger/Uzun
Strafzeiten:
SG 1, HSG 6
Rote Karte:
HSG Purucker nach dritter Zeitstrafe (55. Min.)
Spielfim:
0:1, 2:2, 4:4, 5:9, 7:9, 8:12, 9:14, 13:15 (HZ) 14:18, 17:18, 18:20, 20:20, 20:23, 24:28, 27:28